Kuala Lumpur
Ich habe nun die Freude, euch den Teil der Reise vorzustellen, der mir am besten gefallen hat: Kuala Lumpur.
So "unbegeistert" (um es mal vorsichtig auszudrücken) ich auch zuerst von Malaysien nach unserem Butterworth-Busabenteuer war, so schnell schlug meine Stimmung um, als wir Kuala Lumpur erreichten.
Das lag sicher auch zu einem Großteil daran, dass die organisatorischen Dinge in Kuala Lumpur gut liefen.
Es gibt zum Beispiel ein ziemlich gutes öffentliches Verkehrssystem - es ist zwar ein bisschen kompliziert, weil es fünf verschiedene Transportarten gibt - Skytrain, Monorail (auch oberhalb), eine andere Skytrain-Art, U-Bahn, und noch eine andere Alternative zur U-Bahn, auch underground... und natürlich gibt es keine Kombi-Tickets, sondern man muss sich für jede Bahn eine neue Karte ausdrucken. ABER: dafür ergibt das ein relativ dichtes Netz, und man kommt eigentlich überall hin. Das war ja im Gegensatz zu Bangkok schon eine riesige Verbesserung.
Außerdem war unser Quartier einfach cool - im Prinzip eine Zwei-Etagen-Wohnung, mitten in der Stadt, im Colonial District, gleich in der Nähe einer U-Bahn/Skytrain-Station und praktisch gleich neben China-Town. Die Zimmer waren eher klein und fensterlos, und die versprochene Aircondition war ein Ventilator in der Wand und eine Klimaanlage am Gang. Aber es war eigentlich nicht so besonders heiß, nett eingerichtet (es gab auch ein "Wohnzimmer" mit Fernseher und gemütlicher Couch), alles war sauber, und es gab sogar gratis Kaffee und Cornflakes. Aber eigentlich war die Lage des Hostels das beste daran.
Kuala Lumpur hat mir aber auch deshalb gefallen, weil man da auf der Straße einfach wirklich alle möglichen Leute sieht, es ist total multi-kulti. Hindus, Moslems, völlig verschleierte Frauen direkt neben sehr offenherzig bekleideten Asiatinnen, Frauen in Saris, Westerners.... obwohl mir nirgends besonders viele Touristen aufgefallen wären, außer bei den Touristenzentren. Und die Leute sind überall eigentlich sehr freundlich, sprechen um einiges besser englisch als in Thailand, und - was besonders wichtig ist: man wird einfach nicht so dermaßen aggressiv von Verkäufern umworben, wie in Thailand.
Naja, nachdem wir schließlich nach unserer anstrengenden Nacht doch noch in Kuala Lumpur ankamen, um etwa 9-10 vormittags, suchten wir uns zuerst unser Quartier.
Am Abend stand noch ein bisschen Chinatown auf dem Programm - enge Straßen, voll mit Standln, die eigentlich alle das selbe verkaufen: Uhren ("Markenuhren"), Schmuck, Markenkleidung ("Markenkleidung"), Taschen, Schuhe, ab und zu ein Standl mit chinesischen Gewändern oder Computerspielen. Das war dann eh schon genug für diesen Abend, und ich glaub, alle waren froh, als wir endlich daheim waren.
Am nächsten Tag in der Früh gings zu den Twin Towers - ein (bis zur obersten Spitze) 452m hohes Gebäude. Der höchste für Touristen zugängliche Punkt ist die Skybridge zwischen den beiden Türmen im 41./42. Stock. Der Eintritt ist gratis, allerdings gibt es nur ein gewisses Kontingent an Tickets pro Tag, das heißt - früh aufstehen, wer auf die Skybridge hinauf will! Als wir hinkamen, war es schon etwas später, und wir bekamen Tickets für etwa 12 Uhr. In der Zwischenzeit gönnten wir uns ein Frühstück und spazierten etwas im KLCC Park, direkt vor den Twin Towers:
Aber seis drum, der Blick von oben entschädigt für so einiges!
Aber die Höhle ist wirklich riesig und sehr schön, abgesehen von den Müllbergen, die überall herumliegen... beim Hinausgehen wurde klar, warum es nicht möglich war, oder nicht sinnvoll, Mistkübel aufzustellen: Affen bevölkern den Berg, und die schnappen sich alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Sie können aus Flaschen und Dosen trinken und Eis am Staberl essen, und werden sehr unfreundlich, wenn man ihnen etwas wieder wegnehmen will, das sie vorher bekommen haben!
Am Abend stand noch ein bisschen Bummel durch den größen IT-Store KLs auf dem Programm - etwa 8 Stockwerke nur Computerkram!Der letzte Tag in KL fing mit Moscheen an - zuerst die Masjid Jamek, eine Moschee fast direkt neben unserem Hostel. Schöner Bau, allerdings musste ich mich verhüllen - eine lange Hose und bedeckte Schultern reichten nicht aus, um KEIN Verlangen in eventuell anwesenden Männern zu wecken, nein, ich brauchte einen tollen blauen Umhang und ein Kopftuch. Na toll. Und irre heiß... schließlich waren wir schon fast am Äquator! Aber was solls, hilft nichts. Also, mein look:
Weiter gings - vor hatten wir, den Bird Park bzw den Orchid Park auf einem Hügel gleich neben der Nationalmoschee zu besuchen. Dazwischen kam uns ein Planetarium mit einem Raumfahrtsmuseum (das auf eine irre Temperatur heruntergekühlt war - draußen hatte es an die 35°, drinnen sicher nicht über 15-16°!), in das wir auch hineingingen.
Den Bird Park ließen wir schließlich aus, denn der Eintrittspreis von rund 10€ für Touristen (gegenüber einem Preis von etwa 2€ für Malaysier) schreckte uns dann doch ab. Dafür besuchten wir den Orchid Park und den Hibiscus Park.
Das war auch schon das letzte, was wir in Kuala Lumpur unternahmen - danach kehrten wir zum Hostel zurück, duschten noch einmal (gratis, und wir bekamen sogar noch Handtücher vom Hostel zur Verfügung gestellt! So kanns auch gehen!), und dann gings ab zum Bahnhof, und im Schlafwagen nach Singapur.
5 Kommentare:
wow, die nationalmoschee schaut aber modern und aufpoliert aus! in australien hab ich in sydney auch mal ne moschee besucht, die war eher auf "old style" gmacht *gg*
hey, ihr solltet lieber schaun dass ihr diese reise fertig kriegt bevors an die nächste geht *gg*
wow,in so nem astronauten-dingens würd ich auch mal gern hockn
"markenschuhe"*gg*
ich entschuldige mich dafür,erst so spät reinzuschaun...
P.S.:hab vorher namen vergessen,anonym bin i*gg*
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