Mittwoch, 4. November 2009

Neue Fotos

Hallo,

es gibt wieder neue Fotos auf Picasa, und zwar über:
Einen Besuch in einer chinesischen Oper.
Ein Abendessen in einem vegetarischen Restaurant mit ein paar Studienkollegen.
Ein paar Alltagsfotos aus unserem Büro an der Uni.
Einer "20 Jahre Pixar"-Ausstellung im Taipei Fine Arts Museum, die ich mit ein paar Freunden besucht habe.
Die Umgebung rund um mein Studentenheim.
Das Volleyballtraining gestern, bei dem ich ein paar Fotos gemacht habe.

Enjoy!

Misc


Christine

Sonntag, 11. Oktober 2009

Hallo liebe Leute,

falls doch noch von Zeit zu Zeit hier jemand reinschaut:
ich bin zur Zeit wieder in Taipei, für den größten Teil dieses akademischen Jahres, und wenn ich auch den Blog nicht wieder reaktivieren werde im Sinne von längeren und ausführlicheren Einträgen, so werde ich doch hie und da Hinweise auf Aktualisierungen auf picasa (Webalben) geben!
Und hier kommt schon der erste Hinweis... ich hab soeben eine Auswahl der in Japan geschossenen Bilder hochgeladen, und auch ein Album mit ein paar Eindrücken über mein Heimzimmer, das diesmal wirklich ganz nett ist :) und der Grillerei am 3.10. anlässlich des Mond-Festes.
Also, feel free to stöber in den neuen Fotos:

Japan:

2009 September-Oktober Japan


Mond-Festival:

Moon Festival BBQ


Zimmer:
Shui Yuan dorm


Viel Vergnügen, und ich freue mich immer über Nachrichten, comments oder andere Anzeichen auf Besuch :)
Christine/Chrisi/Chrispy/...

Samstag, 14. Juni 2008

die Zeit vergeht...

Hallo alle zusammen!

Zumindest alle, die hier noch manchmal vorbeischauen...

Ja, ich gebs zu, lang lang ists her... aber es waren irgendwie keine so markanten Ereignisse, und die blog-Motivation war auch nicht mehr so groß wie am Anfang ;)


Sei es wie es sei, wir haben ein paar neue Alben auf unserer Picasa-Page, und hier kommt jetzt eine kleine Übersicht was sich so getan hat:


Hongkong, Beijing, Shanghai und der Besuch unserer Eltern, das ist zu viel, dazu hätten wir eigentlich mal was posten wollen, sind aber irgendwie nie dazu gekommen... und ich werde das hier auch nicht nachholen. :)


Chrisi war halbwegs aktiv dieses Semester, während ich mich eher aufs studieren verlegt habe, wie ich gestehen muss. Daher gibts fast nur Chrisi-spezifische Dinge:


Chrisi war bei Regenwetter wandern auf dem Yang Ming Shan. Don't ask me why... das Wetter war wirklich mies...


Dann war Chrisi in Kaoshiung, einer Stadt im Süden der Insel. Dort war der Physiker-Volleyball Cup für dieses Semester. Alle Physikdepartments aller Unis von Taiwan schicken dort ihre Teams hin (sofern sie eins haben). Chrisi ist ja seit September oder so im Mädels-Team der NTU, und darum natürlich mit von der Partie.


Allerdings war dort dann viel mehr los als erwartet, weil auch sämtliche Bewerbe aller anderen Uni-Disziplinen dort ausgetragen wurden (Handball, Basketball, Formelsammlung-Weitwurf, und was weiß ich nicht noch alles...).
Da das Wetter sehr schön war und Kaoshiung wie fast jede Stadt in Taiwan am Meer liegt, haben sie natürlich auch ein bissl Zeit am Strand verbracht und die Stadt erkundet. Mehr davon gibts hier zu sehen:






Physics Cup Kaoshiung




Hmm, was hatten wir dann noch... Ah ja, wir haben natürlich Chrisis Geburtstag gefeiert, genauso wie ihren letzten Tag vom Chinesisch-Kurs. Seither hat die Arme leider nur mehr einen einzigen Kurs auf der Uni, wobei es nur fair ist, dass dieser Mittwochs und Freitags um 8 Uhr in der Früh ist. :D (meine früheste Vorlesung ist um halb 11, nur zur Info...)

Ende Mai war Chrisi dann mit den Leuten vom Studentenheim in Hualien, in der Tarokko-Schlucht (bei den Eltern sollte jetzt was läuten...). Sie kann sich das erlauben, da sie ja so viele Stunden auf der Uni macht. Arme Schweine wie ich haben an diesem Wochenende ein dutzend Seiten für einen final report geschrieben und eine Präsentation fertiggestellt... :(

Nach der Besichtigung der Schlucht stand am Sonntag dann Rafting auf dem Programm. Das Gewässer war ... nunja, ein besserer Bach, der so gemütlich dahinfloss. Man wurde nicht mal richtig naß, hab ich gehört ;).
...
Nein, es war natürlich ein reißender Strom, mit meterhohen Stufen, Stromschnellen und wilden Tieren. Eine Mordsgaudi war es aber auf jeden Fall.

Tja, dann war da noch ein plötzlich einsetzender Regenschauer. Chrisi wurde davon wie aus heiterem Himmerl überrascht. Es war auch wirklich nicht damit zu rechnen, schließlich hat es nur die 20 Tage davor auch jeden Tag wie aus Kübeln geschüttet! :D Aber man gönnt sich ja sonst nichts...
Chrisis faule Ausrede war übrigens, dass sie den Regenschirm über ihre Umhängtasche gestülpt hat (welche in einem Fahrradkorb liegt, btw.), damit die nicht nass wird, da sie für sich sowieso keine Chance sah, trocken heimzukommen, und so zumindest die Tasche retten wollte. ... jaja, wers glaubt... :-)


Weiters gabs ein Abendessen, wieder mit den Volleyball Girls. Es war quasi die Meisterfeier, oder, sagen wir, die Feier nach dem letzten Training, weil so arg viele sportliche Erfolge gabs nicht in diesem Semester *hüstel*.
Ich will ja nicht sagen sie wären schlecht, aber selbst mit 3 sec delay aus Taiwan auf an Europa-Server mach ich mehr kills in einem Dota als die Mädels Punkte in einem Spiel... :P


Well, und finally war Chrisi noch auf dem Graduation-Ball mit ihrem language-exchange Juven. Der hat nämlich grade gestern seinen Master in Physik abgeschlossen, und da war letzte Woche schon ein Ball, wo einige graduates zugegen waren. Ich habe leider keinen Anzug hier in Taiwan, und in Shorts und Flipflops wollte ich dann dort doch nicht aufkreuzen...


Der Ball war... nunja, typisch Taiwanesisch würd ich jetzt mal sagen. Eigentlich wie bei uns daheim, nur mit ein paar kleinen Unterschieden: Es wurde drinnen kaum geraucht und getrunken, ist einfach nicht üblich hier. Ok, das klingt eigentlich ganz nett. Interessanter ist: es gab einen Stand, an dem wurde an alle Ballgäste gratis Corona (-Bier) (das Original...) ausgeschenkt. Genutzt hat das Angebot allerdings keiner... ist einfach nicht üblich hier. Man stelle sich die Situation daheim vor^^, die armen Leute könnten die Flaschen nicht mal so schnell aufmachen und über die Theke reichen um die Leute loszuwerden...
Ah ja, best fact: Wann war diese rauschende Ballnacht wohl vorbei? Oder, um es einfacher zu machen: Wann gehen wir normalerweise denn auf einen Ball daheim? Richtig, halb 11. ... :D


Tja, das wars. Bei uns is es jetzt fast halb 2 in der Früh, und Chrisi wird jetzt dann noch fort gehen, Fußball schauen in einer Bar (Holland-Frankreich). Der Grund ist allerdings, dass ihre Zimmerkollegin Brooke am Sonntag heimfliegt, und daher jetzt noch ein bissl Party angesagt ist. Da ich aber zurzeit für meine final exams lernen muss - Chrisi hat sowas ja nicht :-( - und somit nicht von 3 in der Früh bis kurz vor 6 Fußball schauen kann, werd ich mich jetzt ins Bett begeben. Morgen ist ein Arbeitstag...
Außerdem muss man ja schon vorausplanen, denn am Montag geh ich natürlich auch Fußball schaun. Is zwar auch um 3 in der Früh, aber wenn wir die Deutschen in die Pfanne hauen, sowas sieht man schließlich nicht jedes Jahrhundert. Insofern: Finale, woohoooo, (Viertel-)Finaaaaleee, wooohooohoohooo, ...

Donnerstag, 3. April 2008

Thailand - Malaysien - Singapur Trip Teil 5:

Singapur


Endlich gibt es nun einen (eher kürzeren) Bericht über den letzten Teil der Reise - nachdem wir nun sogar schon wieder von unserer China-Reise zurück sind, gibt es dann eh noch einiges aufzuarbeiten. :)

In Singapur ist wieder alles anders. Es ist extrem sauber und geordnet, aufgrund der saftigen Strafen, die es auf so ziemlich jedes kleine Vergehen setzt - keinen Müll fallen lassen, nicht spucken, kein Kaugummi kauen, nirgends auf der Straße hinsetzen, nicht vergessen, die Klospülung zu betätigen, keine Tiere, nicht in der U-Bahn essen/trinken, nicht rauchen, keine Rollstühle auf der Rollsteppe, kein Angeln in öffentlichen Teichen, kein Rollerskating in den Unterführungen, kein Radfahren auf den Gehsteigen, kein missbräuchliches Betätigen des Feueralarmknopfs, kein Urinieren.... etc etc etc. Und auf die Verbote sowie die Höhe der jeweiligen Geldstrafen wird eifrig immer und überall hingewiesen.
In Stadtteilen wie Chinatown oder Little India, in denen hauptsächlich Zuwanderer der jeweiligen Bevölkerungsgruppe leben, gehts schon anders zu, da ist nicht immer alles so geleckt und sauber. Aber im Stadtzentrum, im Financial District, wo die Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen, helfen die Verbotsschilder durchaus.

Unser Hostel befand sich in Little India, ein gutes Stück weg von Schuss. Wir hatten ein Vierbettzimmer, das außer zwei Stockbetten so gut wie nichts enthielt. Die Wände (dünne Stellwände, wie sie für Ausstellungen verwendet werden) wurden mit Klebeband zusammengehalten, und da sie nicht bis zur Decke reichten, war die Klimaanlage ziemlich sinnlos, da über den Stellwänden riesige Löcher klafften. Siehe die Fotos für ein paar Eindrücke unserer Behausung:





Tja, so hausten wir. Und billig wars auch nicht gerade. Aber was solls, es hat gereicht.
Unsere Unternehmungen:
Ein Rundgang im feinen Stadtzentrum - auch am Hafen entlang, da gibt es eine Menge schöner alter offizieller Gebäude und so weiter.




Little India - praktisch lauter kleine Shops und Restaurants, die quer durch die Bank so ziemlich alles verkaufen, was man so brauchen könnte - sowohl Souvenirs als auch Dinge des täglichen Lebens für die dort vorwiegend indische Bevölkerung. Wir entdeckten ein richtig gutes Eck zum essen, irgendwo versteckt in einer Art Hinterhof - echt lecker!


Chinatown - man steigt aus der U-Bahn aus und befindet sich mitten in einem Markt voller chinesischer Souvenirs. Faszinierend, und eine Gefahr für meine Geldbörse und mein Marschgepäcksgewicht! :)

Dann gibt es noch den Mount Faber, der Hausberg, auf der vorgelagerten Insel Sentosa. Mit einer tollen Sechser-Gondel (nicht so sehr aufregend für regelmäßige Schifahrer... ) kann man vom Festland auf die Insel fahren, oder mit einer Monorail-Bahn. Die Insel ist eigentlich ein riesiger Vergnügungspark, mit Aquarium, Delphinarium, kleiner Rennstrecke mit so komischen Carts, Parkanlagen, usw... Dort verbrachten wir ebenfalls einen Tag.




Tja, das wars, ein bisschen im Schnelldurchlauf, ich gebs zu. Aber auf uns wartet eine Menge Arbeit - da wir nun fast einen Monat nur unterwegs waren und uns vergnügt und keinerlei Hausübungen gemacht haben und in keiner einzigen Vorlesung waren, müssen wir uns jetzt ordentlich reinhängen, um das wieder aufzuholen (zur Info: Mitte März haben uns unsere Familien zuerst in Taiwan besucht und dann gings gemeinsam nach China - Hongkong, Beijing und Shanghai; gestern, am 2. April sind wir wieder heimgekommen. Die Blogs folgen hoffentlich in nicht allzu langer Zeit!).

Montag, 3. März 2008

Thailand - Malaysien - Singapur Trip Teil 4:

Kuala Lumpur

Ich habe nun die Freude, euch den Teil der Reise vorzustellen, der mir am besten gefallen hat: Kuala Lumpur.
So "unbegeistert" (um es mal vorsichtig auszudrücken) ich auch zuerst von Malaysien nach unserem Butterworth-Busabenteuer war, so schnell schlug meine Stimmung um, als wir Kuala Lumpur erreichten.
Das lag sicher auch zu einem Großteil daran, dass die organisatorischen Dinge in Kuala Lumpur gut liefen.
Es gibt zum Beispiel ein ziemlich gutes öffentliches Verkehrssystem - es ist zwar ein bisschen kompliziert, weil es fünf verschiedene Transportarten gibt - Skytrain, Monorail (auch oberhalb), eine andere Skytrain-Art, U-Bahn, und noch eine andere Alternative zur U-Bahn, auch underground... und natürlich gibt es keine Kombi-Tickets, sondern man muss sich für jede Bahn eine neue Karte ausdrucken. ABER: dafür ergibt das ein relativ dichtes Netz, und man kommt eigentlich überall hin. Das war ja im Gegensatz zu Bangkok schon eine riesige Verbesserung.
Außerdem war unser Quartier einfach cool - im Prinzip eine Zwei-Etagen-Wohnung, mitten in der Stadt, im Colonial District, gleich in der Nähe einer U-Bahn/Skytrain-Station und praktisch gleich neben China-Town. Die Zimmer waren eher klein und fensterlos, und die versprochene Aircondition war ein Ventilator in der Wand und eine Klimaanlage am Gang. Aber es war eigentlich nicht so besonders heiß, nett eingerichtet (es gab auch ein "Wohnzimmer" mit Fernseher und gemütlicher Couch), alles war sauber, und es gab sogar gratis Kaffee und Cornflakes. Aber eigentlich war die Lage des Hostels das beste daran.

Kuala Lumpur hat mir aber auch deshalb gefallen, weil man da auf der Straße einfach wirklich alle möglichen Leute sieht, es ist total multi-kulti. Hindus, Moslems, völlig verschleierte Frauen direkt neben sehr offenherzig bekleideten Asiatinnen, Frauen in Saris, Westerners.... obwohl mir nirgends besonders viele Touristen aufgefallen wären, außer bei den Touristenzentren. Und die Leute sind überall eigentlich sehr freundlich, sprechen um einiges besser englisch als in Thailand, und - was besonders wichtig ist: man wird einfach nicht so dermaßen aggressiv von Verkäufern umworben, wie in Thailand.

Naja, nachdem wir schließlich nach unserer anstrengenden Nacht doch noch in Kuala Lumpur ankamen, um etwa 9-10 vormittags, suchten wir uns zuerst unser Quartier.

Im Reiseführer wurden wir vor den malaysischen Taxifahrern gewarnt, die - "ganz im Gegensatz zu den thailändischen" - echte Halsabschneider sein sollten, nie mit Taxometer fahren wollen würden und völlig überteuerte Preise verlangen würden. Da wir aber eigentlich schon einen recht schlechten Eindruck von den thailändischen Taxifahrern hatten, wurde uns angesichts dieser düsteren Prophezeihungen des Lonely Planets schon ganz anders, und so stiegen wir schon gewappnet mit Prise gesunden Misstrauens aus dem Bus aus. Und tatsächlich - kaum waren wir auf der Straße, gab es schon von mehreren Seiten Angebote, uns für 30 Ringgit (~6€... eigentlich ja nicht besonders viel) zu unserem Hotel zu fahren. Wir lachten sie nur aus und drehten uns um, da der Preis ganz offensichtlich ein Verbrechen war (unsere Unterkunft war nur ein paar Straßen weiter, das wussten wir), da fielen die Angebote prompt auf 20 Ringgit. :P Wir beschlossen allerdings, auf eigene Faust mit den Öffis zu unserem Hostel zu kommen, was sich als relativ einfach und dodelsicher erwies. Das Motto der Taxler war aber somit klar: Siehst du Touristen, verlang gleich mal das doppelte. Entweder sie sind blöd genug es zu zahlen, dann freu dich, oder sie handeln dich auf die Hälfte runter, freuen sich, und du machst noch immer genug Gewinn.

Da wir fast direkt im Colonial District wohnten, lag es nahe, erst einmal die historischen Bauten und die anderen Sights dort zu besichtigen - den alten Bahnhof, daneben die Nationalmoschee (die allerdings nicht geöffnet hatte), den Merdeka Square (an dem das Rathaus und einige alte Gebäude im Kolonialstil liegen), und dann den ältesten Hindu-Tempel KLs.

Der alte Bahnhof...


... das Minarett der Nationalmoschee, daneben der Hindu-Tempel...


... und der Merdeka-Square.


Eine der Hauptattraktionen in KL sind natürlich die Petronas Twin Towers, die höchsten Zwillingstürme der Welt. Diese beiden Türme kann man allerdings am besten sehen, wenn man auf den Menara Kuala Lumpur, den Stadtturm KLs, hinauffährt. Das war unser nächster Plan.

Nach einigen Orientierungsschwierigkeiten und einem seeeeehr anstrengenden Fußmarsch (es war immerhin schon Nachmittag, und die Nacht zuvor eher schlaflos, außerdem war es wirklich ein schönes Stück zu Fuß!) erreichten wir den Menara Kuala Lumpur. Mit 421 Meters Höhe hat man von diesem Fernseh- und Sendeturm wirklich eine schöne Aussicht auf die Twin Towers. Das wirklich tolle daran ist auch, dass man beim Stadtturm bis ganz rauf fahren darf, bei den Twin Towers darf man ja nur bis zur Brücke, die ja etwa auf halber Höhe liegt.

Am Abend stand noch ein bisschen Chinatown auf dem Programm - enge Straßen, voll mit Standln, die eigentlich alle das selbe verkaufen: Uhren ("Markenuhren"), Schmuck, Markenkleidung ("Markenkleidung"), Taschen, Schuhe, ab und zu ein Standl mit chinesischen Gewändern oder Computerspielen. Das war dann eh schon genug für diesen Abend, und ich glaub, alle waren froh, als wir endlich daheim waren.

Am nächsten Tag in der Früh gings zu den Twin Towers - ein (bis zur obersten Spitze) 452m hohes Gebäude. Der höchste für Touristen zugängliche Punkt ist die Skybridge zwischen den beiden Türmen im 41./42. Stock. Der Eintritt ist gratis, allerdings gibt es nur ein gewisses Kontingent an Tickets pro Tag, das heißt - früh aufstehen, wer auf die Skybridge hinauf will! Als wir hinkamen, war es schon etwas später, und wir bekamen Tickets für etwa 12 Uhr. In der Zwischenzeit gönnten wir uns ein Frühstück und spazierten etwas im KLCC Park, direkt vor den Twin Towers:

Dann war es endlich soweit, und wir konnten auf die Skybridge hinauf - in einem sehr alten, wenig attraktiven Lift, und nicht ohne zuvor noch einen Werbefilm über Petronas, die halb-staatliche malaysische Erdöl-Gesellschaft gesehen zu haben. :)

Aber seis drum, der Blick von oben entschädigt für so einiges!

Am Nachmittag gings mit dem Bus an den Stadtrand, zu den Batu Caves: das sind Höhlen in einem Kalkstein"berg" oder -"hügel", und die größte davon beherbergt einen Hindu-Schrein. Gerade kurz bevor wir nach KL gekommen sind, war dort ein riesiges Hindu-Festival, mit Männern, die mit Eisenhaken im Rücken riesige Gefährte ziehen und allem Drum und Dran. Zur Haupthöhle führen 272 Stufen hinauf.... angesichts der Hitze nicht gerade ein lustiger Marsch hinauf!

Aber die Höhle ist wirklich riesig und sehr schön, abgesehen von den Müllbergen, die überall herumliegen... beim Hinausgehen wurde klar, warum es nicht möglich war, oder nicht sinnvoll, Mistkübel aufzustellen: Affen bevölkern den Berg, und die schnappen sich alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Sie können aus Flaschen und Dosen trinken und Eis am Staberl essen, und werden sehr unfreundlich, wenn man ihnen etwas wieder wegnehmen will, das sie vorher bekommen haben!


Am Abend stand noch ein bisschen Bummel durch den größen IT-Store KLs auf dem Programm - etwa 8 Stockwerke nur Computerkram!

Der letzte Tag in KL fing mit Moscheen an - zuerst die Masjid Jamek, eine Moschee fast direkt neben unserem Hostel. Schöner Bau, allerdings musste ich mich verhüllen - eine lange Hose und bedeckte Schultern reichten nicht aus, um KEIN Verlangen in eventuell anwesenden Männern zu wecken, nein, ich brauchte einen tollen blauen Umhang und ein Kopftuch. Na toll. Und irre heiß... schließlich waren wir schon fast am Äquator! Aber was solls, hilft nichts. Also, mein look:


Die Moschee selbst war ziemlich hübsch, heller Stein, schön verzierte Säulen, ein netter Garten rund herum, eine von Säulen gestützte offene Halle, die als Vorraum zum Betsaal diente. Und gleich danach gings in die Nationalmoschee, die diesmal offen war. Auch dort musste ich mich in einen Umhang hüllen, diesmal ein Kapuzenmantel in stylischem Lila.


Weiter gings - vor hatten wir, den Bird Park bzw den Orchid Park auf einem Hügel gleich neben der Nationalmoschee zu besuchen. Dazwischen kam uns ein Planetarium mit einem Raumfahrtsmuseum (das auf eine irre Temperatur heruntergekühlt war - draußen hatte es an die 35°, drinnen sicher nicht über 15-16°!), in das wir auch hineingingen.

Stefan fand eine ganze Menge schöner Spielsachen, unter anderem einen Astronauten-Schalensitz :) Und ein Schild, das vor wilden Affen auf der Straße warnte, fanden wir auch!

Den Bird Park ließen wir schließlich aus, denn der Eintrittspreis von rund 10€ für Touristen (gegenüber einem Preis von etwa 2€ für Malaysier) schreckte uns dann doch ab. Dafür besuchten wir den Orchid Park und den Hibiscus Park.

Das war auch schon das letzte, was wir in Kuala Lumpur unternahmen - danach kehrten wir zum Hostel zurück, duschten noch einmal (gratis, und wir bekamen sogar noch Handtücher vom Hostel zur Verfügung gestellt! So kanns auch gehen!), und dann gings ab zum Bahnhof, und im Schlafwagen nach Singapur.